Marjo Swinkels

Marjo Swinkels wohnt mit ihrem Mann in Blitterswijck und zusammen haben sie zwei ältere Töchter. Sie hat in ihrem Leben viele verschiedene Berufe ausgeübt. So arbeitete sie in einem Friseursalon, einer Drogerie und einem Catering-Unternehmen, aber auch im Einzelhandel und im Gesundheitswesen. Als der Arbeitsdruck im Gesundheitswesen vor ein paar Jahren hoch wurde, beschloss sie, etwas anderes zu suchen. Ihr Blick fiel auf eine Stellenanzeige bei Ton Paulus Veerbedrijf und das schien ihr passend. Sie arbeitet mittlerweile seit über anderthalb Jahren mit viel Freude auf den Fähren von Arcen, Lomm, Velden, Steyl und Kessel.

PORTRET Marjo WEB Thom Spierenburg 7
Menschen an der Maas

„Mein ganzes Leben lang bin ich mit der Maas verbunden. Meine Eltern hatten eine eigene Yacht, und zusammen mit meiner ganzen Familie fuhren wir im Sommer durch ganz Europa, zu Städten wie Paris, Berlin und Straßburg. Sie hatten auch ein Stück Land an der Maas. Dort zogen wir im Sommer einen kleinen Wohnwagen hin. So haben wir dort am Wasser viele Sommertage verbracht.“

„Wenn ich an das Fahren zurückdenke, erinnere ich mich an das entspannte Gefühl, das auf dem Boot herrschte. Meine Eltern hatten ein Bauunternehmen und waren eigentlich immer sehr beschäftigt. Auf dem Boot konnten sie jedoch entspannen. Weil man jeden Tag an einem anderen Ort ist, gab es während des Fahrens jeden Tag etwas Neues für uns zu entdecken. Wir spielten rund um das Wasser, machten Windsurfen und Wasserski und angeln gerne. Ich habe immer mit viel Freude daran zurückgedacht. Wir haben selbst auch ein Boot, mit dem ich immer noch zusammen mit meinem Mann und meinen Töchtern viel auf der Maas fahre.“

„Die Schifffahrt habe ich immer sehr spannend gefunden. Jetzt bin ich auch wirklich an meinem Platz auf der Fähre. Ich finde es herrlich, den ganzen Tag an der frischen Luft zu arbeiten. Im Winter hat mich die Kälte sehr positiv überrascht. Man kleidet sich einfach entsprechend, und die Steuerhäuser sind beheizt. Es kommen viele Tagesausflügler vorbei, aber es gibt auch solche, die jeden Tag die Fähre nehmen müssen. Es ist immer schön, zwischendurch ein kleines Gespräch mit den Gästen zu führen.“

„Es arbeiten nicht viele Frauen auf der Fähre, die meisten meiner Kollegen sind Männer. Manchmal sehe ich, dass ein Gast erstaunt in das Steuerhaus schaut. Sie werden es nicht laut sagen, aber sie finden es dann besonders, dass eine Frau am Steuer steht. Ich selbst habe damit überhaupt kein Problem, ich finde es auch nichts Besonderes. Es gibt so viele Frauen, die einen Beruf haben, der eher mit Männern in Verbindung gebracht wird. Mein Beruf ist übrigens nicht typisch männlich, finde ich. Es ist körperlich nicht sehr anstrengend, also ist es gut machbar. Was die Wartung angeht, wird es manchmal etwas technisch, das überlasse ich dann meistens den Männern. Nicht, weil ich es nicht könnte oder wollte, sondern weil sie das gerne übernehmen.“ 

„Neben dem Kontakt mit Menschen liebe ich auch die Natur auf dem Wasser und entlang der Maas-Ufer. Jeden Tag nehme ich diese in mich auf und beobachte, wie sich die Maas verhält. Ich schaue auf die Strömung des Wassers, die Windrichtung und das Verhalten der Vögel. Natürlich achte ich auf die anderen Schiffe auf der Maas. Ich habe mich dafür entschieden, auf allen Fähren zu arbeiten, weil ich die Abwechslung in der Umgebung liebe.“

„Meine Arbeit hat mich nicht wirklich anders auf die Maas blicken lassen. Der Fluss war schon immer ein sehr wichtiger Teil von mir. Ich kenne die Maas schon so lange, sie fühlt sich für mich wie eine alte Bekannte an.“

PORTRET Marjo WEB Thom Spierenburg 5