Dennis Detillon

Für Dennis Detillon überschreitet der Karneval Landesgrenzen. Außerhalb von Venlo hat der ehemalige Narr und derzeitige Schatzmeister von De 3-kes nämlich eine besondere Verbindung zu Köln, wohin er seit 2007 jedes Jahr fährt.

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Venlo feiert Karneval
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„Der Donnerstag vor Karneval beginnt dort der Straßenkarneval mit Weiberfastnacht. Mit einem Bus fahren wir dann in Richtung Köln. Und der Sonntag ist für mich immer ein besonderer Tag; dann gehe ich mit meinem Vater zur Sitzung der Kölsche Narrengilde, die letzte der Saison. Das ist unser gemeinsames Moment, eine Tradition, die nun schon seit elf Jahren besteht.“

Die Organisation in Köln inspiriert ihn. „Von Januar bis Aschermittwoch läuft alles wie ein gut geöltes Uhrwerk, mit einem Prinzen für die ganze Stadt und mehr als 100 Vereinen. Es ist besonders zu sehen, wie professionell alles geregelt ist, und man merkt, dass wir in Venlo immer mehr daraus lernen. Dennoch bleibt die Basis dieselbe: Menschen zusammenbringen und das Leben feiern.“

„Das habe ich auch erlebt, als ich 2012 der Jubiläumsnarr von De 3-kes war. Es ist so toll, man fährt durch die ganze Gemeinde, kommt als Narr an viele Orte. Das ist das Schöne am Karneval, man kommt überall hin. Bei jemandem, der 90 geworden ist, oder krank ist, aber auch die Bälle und Empfänge besucht man. Ich habe in all den Jahren bei De 3-kes erfahren, dass es gerade in den kleinen Dingen liegt, was den Karneval besonders macht. Letztes Jahr in Arcen noch, da bekomme ich wieder Gänsehaut, wenn ich daran denke. Die Jugend hat dort ein Dreigestirn mit einem Tanzmariechen und Zeremonienmeister. Der Zeremonienmeister ist blind, der Junge war etwa 10 Jahre alt. Wir gaben ihm eine Medaille und wie er diese Medaille befühlte, das war Karneval bis in die Zehenspitzen.“

Vastelaovend steckt in meinem Blut, von Groeët Venlo bis Köln

Dennis Detillon über Karneval

"Ich wurde 2012 gebeten, Nar zu werden, in der Kneipe, also dachte ich, das wird wohl nichts sein. Zwei Wochen später rief mich Sander Mattheijssen, der Gründer von De 3kes, an. Es stellte sich heraus, dass es doch eine ernsthafte Frage gewesen war! Der Unterschied zwischen dem Prinzen und einem Narren ist, dass der Narr für das Lachen und das Volk da ist, der Prinz ist doch etwas würdevoller. Der Narr regiert während der Fastnacht über das gesamte Groeët Venlo, von Arcen bis nach Belfeld."

Dennis schließt mit einem Lächeln ab: „Fastnacht liegt mir im Blut, von Groeët Venlo bis Köln. Das Schönste ist, dass ich es nicht nur feiere, sondern mit anderen teile – und vor allem mit meinem Vater. Und es an meinen kleinen Sohn weitergebe, der dieses Jahr selbst Adjutant geworden ist. Das macht es besonders speziell.”