Thijs en Jeroen
"Wir hatten eine Hütte in der Boekend, es war kalt, wir verlängerten die Steckdosen, und plötzlich wurde einer dieser Stecker warm. D'n Heiten Haspel war geboren", lachen Jeroen und Thijs von Joekskapel D'n Heiten Haspel, die dieses Jahr ihr 2x11 Jubiläum feiert. Manchmal braucht es nicht mehr als eine überhitzte Steckdose.

het
leven
„Wir wollten eine Blaskapelle gründen, aber keiner von uns spielte ein Instrument. Also legten wir alle denselben Betrag zusammen, und davon wurde ein Berg Instrumente gekauft. Such dir eins aus“, lacht Thijs. „So fing ich mit träöte an und Jeroen mit dem Trommeln. Aber nach einem Halbfastenball und etwas zu viel Bier stand er plötzlich hinter dem Mikrofon. Das kam so gut an, dass er die Trommeln an den Nagel hängte.“
„Wir proben inzwischen schon seit zwanzig Jahren wöchentlich im Boostenhof und landen danach auch immer an der Bar“, erzählt Jeroen. „Dass niemand mehr in Boekend wohnt, macht nichts aus. Wir sind über ganz Venlo verstreut, aber jeden Freitag kehren wir zu unserem 'Honk' zurück.“
„Rund um den 11.11. beginnt die Saison, aber erst etwa vier Wochen vor Karneval wird es richtig hektisch. „Wir haben das Privileg, dass wir uns die krinte oét de pap kinne haole“, sagt Thijs. „Ich denke, weil wir viel Zeit und Energie in die Blaskapelle gesteckt haben, treten wir jetzt nicht nur beim Boeremoosbal und anderen großen Karnevalsveranstaltungen auf, sondern erleben auch außerhalb tolle Dinge.“
„2012 wurden wir gefragt, ob wir zusammen mit dem Schriftsteller Jan van Mersbergen etwas während der Nach van ’t Limburgse Leed machen wollen“, erzählt Jeroen. „Das gefiel so gut, dass er darauf bestand, dass wir mit nach Lowlands durften. Er wollte daraus eine Party machen. Halb Venlo saß in diesem Zelt. Wir spielten, Jan erzählte, und für einen Moment hatten wir im August drei Viertelstunde 'Karneval zusammen'.“
„Wir durften auf Lowlands, in der HMH und sogar in Carré spielen, aber trotzdem sind die schönsten Erinnerungen manchmal kleiner und näher bei uns zu Hause“, ergänzt Thijs. „Mit Bram & Ruud haben wir während der Nach van ’t Limburgse Leed bei Leuten zu Hause gespielt. An der letzten Adresse lagen vier Leute schon in einem Bett. Plötzlich standen wir mit 'der ganzen Kapelle' in diesem Schlafzimmer. Als Bram sich dazu legte, gab das Bett nach!“
„Ich habe 18 Jahre bei der Feuerwehr im Einsatzdienst gearbeitet und erlebt, was das Leben schwer macht. Karneval ist für mich der Moment, um das loszulassen“, erzählt Jeroen. „Es ist die Zusammengehörigkeit. Jeder ist gleich, man vergisst alles für einen Moment. Solange wir Spaß haben, geben wir das weiter. Zet alle zörg maar lekker op ein kesje, heb toch maling aan d'n driét“, schließt Thijs ab.
"Dass niemand mehr in der Boekend wohnt, macht nichts aus. Wir sind ĂĽber ganz Venlo verstreut, aber jeden Freitag kehren wir zu unserem 'StĂĽtzpunkt' zurĂĽck.
Jeroen ĂĽber den Heiten Haspel