Yasemin Özer

Wer die Lomstraat betritt, kann mit etwas Glück zwischen der Kakophonie der farbenfrohen Boutiquen den frischen, hellen Laden von VILA entdecken. Die weißen Wände, grünen Pflanzen und die klaren Schaufenster sorgen für eine Oase der Ruhe mitten in der gemütlichen Hektik dieser bekannten Venloer Straße. Auch innen herrscht eine gelassene, offene Atmosphäre. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Yasemin Özer dich mit einem Lächeln begrüßt. „Ich möchte, dass sich die Menschen hier sofort willkommen fühlen“, sagt sie. „Dass sie denken: Was für ein schöner Laden.“

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Ein Blick in das Leben von...

Eine Herausforderung, die dir Energie gibt

Yasemin (30) ist in Venlo geboren und aufgewachsen und in Blerick groß geworden. Nachdem sie Erfahrungen in verschiedenen Geschäften in Venlo und Blerick gesammelt hatte, kam sie 2019 zu VILA, zunächst als stellvertretende Managerin. Vor drei Jahren erhielt sie die Möglichkeit, zur Shopmanagerin aufzusteigen. “Das war eine enorme Herausforderung,” erzählt sie, “Wir standen kurz davor, von der Vleesstraat in eine größere Filiale an der Lomstraat umzuziehen. Aber es war eine, bei der ich sofort Energie bekam.”

Teamgeist

VILA ist eine dänische Marke, ebenso wie unter anderem Jack & Jones und Name It, und ist bekannt für feminine, zugängliche Mode. In Venlo wird der Laden von einem eingespielten Team geführt. Als Shopmanagerin ist Yasemin letztverantwortlich: von der Personalplanung über Zahlen bis hin zur Ladenpräsentation und der Verbindung mit der Zentrale. „Man muss flexibel sein, kommunikationsstark und vor allem gut mit Menschen umgehen können“, sagt sie. „Ich weiß, wie es ist, jung anzufangen und Schule mit Arbeit zu kombinieren. Das hilft mir, mein Team gut zu verstehen.“

Diesen menschenorientierten Ansatz lernte sie schon früh. In ihrem ersten Nebenjob hatte sie einen Shopmanager, der sie inspirierte. „Er zeigte, wie wichtig das Klima in einem Team ist. Da dachte ich: So eine Führungskraft möchte ich auch sein.“ Dieses Gefühl nahm sie in ihre eigene Arbeitsweise mit. „Wenn jemand bei dir im Laden arbeitet, arbeitet er nicht nur für den Laden, sondern auch ein bisschen für dich. Dann möchtest du, dass es sich gut anfühlt.“

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"Da dachte ich: So eine Führungskraft möchte ich auch sein."

Deutsch DNA

Der Umzug von dem kleineren Laden in der Vleesstraat zu dem größeren Standort in der Lomstraat markierte eine neue Phase. „Diese Straße ist das Herz des 'deutschen Teils' von Venlo“, sagt Yasemin. „Es ist ein wesentlicher Stadtteil, die Deutschen verleihen unserer Stadt einen Teil ihrer Identität. Ohne die Lomstraat wäre Venlo nicht Venlo. Wir als Team verstehen uns auch gut mit unseren deutschen Kunden. Sie sind sehr nett, respektvoll und treu zu unserem Laden, wo sie gerne hinkommen.“

Am Wochenende besteht das Publikum größtenteils aus deutschen Besuchern; unter der Woche sieht man mehr niederländische Gesichter. Alle Kunden schätzen vor allem die Sauberkeit, die Ruhe und die persönliche Aufmerksamkeit bei VILA. „Wir sind als Team sehr genau. Ein sauberer Laden, frisches Aussehen, nette Texte in den Umkleidekabinen. Die Leute sagen das auch wirklich.“ Viele Kunden kommen regelmäßig zurück. Einige fragen sogar gezielt nach Yasemin oder einem ihrer Kollegen. „Dann weißt du, dass es einen Klick gibt. Dass sie sich gesehen fühlen.“ Und manchmal kommen sie einfach für ein Gespräch vorbei. „Das gehört dazu. Das macht es schön.“

Gemeinsam anpacken

Unternehmerisch tätig zu sein im Einzelhandel bedeutet auch, mit Zahlen und Saisons umzugehen. Januar und Februar können zum Beispiel herausfordernd sein. „Manchmal machst du mit deinem Team alles, was du kannst, und schaffst es trotzdem nicht ganz. Das ist schwierig. Aber wenn du zusammen ein Ziel erreichst und das feiern kannst, ist das umso schöner.“ Was ihr Laden für sie bedeutet? „Es fühlt sich an wie mein zweites Zuhause“, sagt sie. „Hier bin ich gewachsen. Von der Assistentin zur Shopmanagerin. Darauf bin ich stolz.“ Sie betont, dass sie es nicht alleine macht. Zusammen mit ihrer Assistentin Donna und der ersten Verkaufsmitarbeiterin Nina bildet sie ein festes und starkes Team. „Wenn ich mal nicht da bin, führen sie den Laden genauso gut. Dieses Vertrauen ist sehr wichtig.“

Venlo passt zu ihr. „Man sieht hier oft dieselben Gesichter. Die Leute sagen sich Hallo, winken kurz. In der Lomstraat kennen wir uns auch untereinander. Das gibt eine gemütliche, fast dörfliche Atmosphäre.“ Wie sie die DNA der Stadt beschreiben würde? „Gemütlichkeit. Echte Gemütlichkeit, das steht hier an erster Stelle.“ Wie ihr Leben in fünf Jahren aussieht, weiß sie nicht genau, darüber hat sie noch nicht konkret nachgedacht. „Ich lebe sehr im Jetzt, jeder Tag ist einer. Und den Rest sehe ich, wie mein Leben verläuft.“ Für jetzt ist ihr Ziel klar: einen Laden führen, in dem sich die Menschen willkommen fühlen, wo das Team gerne arbeitet und wo die Kunden gerne zurückkommen. Ein Ort, der genauso gemütlich und zugänglich ist wie die Stadt selbst.

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