Brahm's symfonische Big Bang

Mit einem mystischen Urknall beginnt eines von Johannes Brahms’ tief empfundenen Meisterwerken. In seiner Ersten Symphonie verleiht Brahms seinen ehrgeizigen Visionen Flügel – ein Werk, in das sich Gastdirigent Samy Rachid mit großer Leidenschaft vertieft.
Mit seiner Ersten Symphonie erfüllte sich für Brahms ein lang gehegter Traum. Lange zögerte er, sein erstes großes symphonisches Werk zu vollenden – konnte er in die Fußstapfen seines legendären Vorgängers Beethoven treten? Erst mit 43 Jahren schloss Brahms seine Debütsymphonie ab. Ganz in Beethovens Tradition gestaltet er ein beeindruckendes viersätziges Werk: mal monumental, wie im atemberaubenden Eröffnungssatz, dann wieder voller lyrischer Tiefe und rhythmischer Energie. In der Finalen Passage zollt Brahms Beethoven sogar Respekt – mit einer subtilen Variation von Ode an die Freude aus dessen Neunter Symphonie. Mit seinen fünfzig Minuten verlangt Brahms Erste Symphonie Ausdauer von Orchester und Zuhörern – eine echte Herausforderung und ein Traumprojekt für den französischen Gastdirigenten Samy Rachid. Der ehemalige Cellist des Arod Quartet hat sich ganz dem Dirigieren verschrieben und gilt als eine der vielversprechendsten Nachwuchsgrößen. So sammelt Rachid wertvolle Erfahrungen als Assistent des Star-Dirigenten Andris Nelsons beim Boston Symphony Orchestra.
Die gefeierte französische Pianistin Lise de la Salle erweist zudem Brahms’ großem Vorbild Beethoven die Ehre. De la Salle tritt weltweit in den renommiertesten Konzertsälen auf. „Während ihres Konzerts hielt das Publikum beinahe den Atem an“, lobte die Washington Post ihre Kunst. Gemeinsam mit Philzuid interpretiert sie Beethovens allseits geliebtes Viertes Klavierkonzert. Beethoven taucht darin noch tiefer in seine eigene Gedankenwelt ein und gestaltet ein kontemplatives Konzert – weit entfernt von bloßer Virtuosität, hin zu einer reflektierten Musiksprache, die er später auch in seinen Sinfonien und Streichquartetten weiterentwickelte. Schon der monumentale erste Satz beeindruckt mit seiner Tiefgründigkeit. Als besondere Überraschung präsentiert Philzuid zudem ein neues Werk des afroamerikanischen Grammy-nominierten Komponisten und Aktivisten Carlos Simon.
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